scienceOS
Berliner KI-Research-Assistant für Literaturrecherche, Volltext-Q&A und Schreib-Unterstützung — DSGVO-konform mit EU-Hosting und transparenter Modell-Wahl.
scienceOS ist seit November 2023 ein deutscher KI-Research-Assistent mit klarer DSGVO-First-Positionierung — Berliner Anbieter, EU-Hosting, transparente Modell-Wahl. Wer in Deutschland oder Österreich an einer Hochschule forscht und einen DSGVO-konformen KI-Assistenten sucht, der nicht nur Lippenbekenntnisse zur Datenresidenz abgibt, hat hier eine der saubersten Optionen.
Die Modell-Wahl ist konstitutiv für das Tool. Statt ein einziges proprietäres Modell zu verstecken, lässt scienceOS Nutzer:innen pro Anfrage zwischen GPT-5 (OpenAI), Claude Sonnet 4.7 (Anthropic) und Mistral Large wählen — alle drei laufen über EU-gehostete Inferenz-Endpunkte. Wer einem Anbieter strategisch misstraut, wechselt; wer Modell-Eigenschaften vergleichen will, kann das in einer einzigen Konversation.
Der Such-Modus funktioniert ähnlich wie Consensus oder SciSpace: Eine Forschungs-Frage wird gestellt, das Tool sucht in Open-Access-Repositorien (Semantic Scholar, OpenAlex), synthetisiert eine Antwort mit Citations. Die Deutsch-Performance ist auffallend gut — auch komplexe deutsche Forschungs-Fragen werden semantisch korrekt verstanden.
Das PDF-Volltext-Q&A ergänzt den Such-Modus um Akten-Verdauung: PDF hochladen, Fragen stellen, Antworten mit Seiten-Citation bekommen. Funktional ähnlich zu ChatPDF, aber tief integriert mit dem Such-Modus — wer im Search-Modus auf ein Paper stößt, kann es im Q&A-Modus direkt weiter analysieren.
Der Schreib-Modus ist die dritte Säule: Vorlagen für Abstracts, Einleitungen, Diskussions-Sektionen, Methodik-Abschnitte. Wer akademische Texte schreibt, hat hier einen integrierten Schreib-Begleiter, ohne in einen separaten Tab wechseln zu müssen.
Die Browser-Extension ist eine versteckte Stärke: Auf jeder beliebigen Web-Seite kann ad-hoc eine scienceOS-Konversation gestartet werden — mit dem Seiten-Kontext als Input.
Schwächen: Die Community ist kleiner als bei US-Konkurrenten — Tutorials, Workflows und Templates sind weniger zahlreich. Der Pro-Tarif (€15 / Mon.) ist für ernsthafte Nutzung praktisch nötig; das Free-Limit von 50 Anfragen/Mon. ist eng. Das Tool-Set ist noch im Aufbau — Wettbewerber wie Elicit oder Consensus haben mehr Spezial-Workflows. Eine Mobile-App ist in Beta.
Empfohlen für deutsche und österreichische Forschende mit DSGVO-Auflagen — und für jeden, der einen integrierten Such-, Q&A- und Schreib-Assistenten in einem Tool sucht, mit transparenter Modell-Wahl und EU-Hosting.
Screenshot

Pro & Contra
- EU-Anbieter mit EU-Hosting
- Modell-Wahl transparent (OpenAI, Anthropic, Mistral)
- Integrierte Q&A + Schreib-Assistance
- Sehr gute Deutsch-Performance
- Kleinere Community als US-Konkurrenz
- Pro-Tarif nötig für volle Nutzung
- Tool-Set noch im Aufbau
- Web-First — Mobile-App in Beta
Anwendungsfälle
Verwandte Tools
FutureHouse Platform
Eine kostenlose Riege spezialisierter Wissenschafts-Agenten, die die Fachliteratur präziser durchsuchen als gängige Frontier-Modelle.
Microsoft Discovery
Agentische F&E-Plattform für die komplette wissenschaftliche Schleife — von Hypothese über Literatur und Experiment-Design bis Simulation und Validierung, mit graph-basiertem Wissensmodell.
ChatPDF
Konversation mit PDF-Dokumenten — Hochladen, Fragen stellen, Antworten mit Seiten-Citation. Die wahrscheinlich populärste PDF-Chat-App für Studierende und Forschende.