ResearchRabbit
Spotify-für-Papers: visuelle Discovery-Engine mit Citation-Networks und automatischen Empfehlungen — 100 % kostenlos.
ResearchRabbit wird oft als „Spotify für Forschungspapers" bezeichnet — und der Vergleich passt. Statt einer klassischen Suchmaske startet das Tool mit einem oder mehreren Seed-Papers, baut daraus ein Citation-Netzwerk und schlägt automatisch verwandte Arbeiten vor, sortiert nach „Similar Work", „Earlier Work" und „Later Work".
Die Visualisierung ist der wahre Star: Jedes Paper wird als Knoten dargestellt, Verbindungen zeigen Zitationen, Cluster färben sich nach Themen. Wer ein neues Forschungsfeld erschließt, sieht in Minuten, welche Arbeiten zentral sind und wo die Cluster liegen — eine Übersicht, die mit einer linearen Trefferliste in Google Scholar Stunden bräuchte.
Author-Tracking ist subtil aber mächtig: Wichtige Autoren in einer Sammlung lassen sich abonnieren, ResearchRabbit benachrichtigt bei neuen Publikationen. Die Zotero-Integration schließt den Workflow: Sammlungen wandern direkt in den eigenen Reference-Manager.
Schwächen: Es gibt kein Volltext-Suche, kein Chat-mit-PDF und keine KI-generierten Zusammenfassungen. ResearchRabbit ist puristisch eine Discovery-Engine — kein All-in-One-Reading-Assistant wie SciSpace. Wer Synthese braucht, nutzt es als Ergänzung, nicht als Ersatz.
Empfohlen für jeden, der ein neues Forschungsfeld erschließt oder bestehende Sammlungen systematisch erweitern will. Bemerkenswert: vollständig kostenlos und ohne Werbung — eine seltene Kombination im KI-Tool-Markt.
Screenshot

Pro & Contra
- Vollständig kostenlos
- Visuelle Citation-Networks
- Automatische Empfehlungen pro Sammlung
- Zotero-Integration
- Kein Volltext-Suche
- Englischsprachige Literatur dominiert
- Kein KI-Chat (anders als SciSpace)
- Datenresidenz USA
Anwendungsfälle
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