Consensus
KI-Suche durch 200 Mio. Studien — Antworten direkt aus peer-reviewter Forschung.
Consensus ist eine Antwort auf ein konkretes Problem: Sprachmodelle wie ChatGPT generieren auf wissenschaftliche Fragen häufig plausible, aber nicht immer korrekte Antworten — oft mit halluzinierten Studien-Verweisen. Consensus dreht das Modell um: Statt aus dem trainierten Wissen des LLMs zu antworten, durchsucht die Plattform den Index von Semantic Scholar (~200 Millionen wissenschaftlicher Paper) und konstruiert die Antwort aus den tatsächlichen Findings.
Das Consensus Meter ist das markanteste Feature: Bei strittigen Fragen visualisiert die Plattform, wie viele Studien sie bestätigen, ablehnen oder als gemischt einstufen — ein einfacher Indikator für den wissenschaftlichen Konsens, ohne dass man ein Dutzend Abstracts selbst lesen muss.
Pro Studie bekommt man einen Snapshot mit Stichprobengröße, untersuchter Population, Methodik und einem AI-generierten Kernsatz. Wer tiefer einsteigen möchte, klickt sich direkt zum Open-Access-PDF oder zum Verlag durch. Citation Export in BibTeX, EndNote und APA macht die Plattform für die akademische Praxis nutzbar.
Konkurrenz: Elicit (ähnlich, mehr Workflow-Tools für systematische Reviews), Scite (Schwerpunkt Citation-Sentiment), Semantic Scholar selbst (Index ohne KI-Layer). Consensus punktet mit der niedrigsten Einstiegshürde und dem klarsten UX für Nicht-Akademiker.
Schwächen: Englischsprachige biomedizinische und naturwissenschaftliche Forschung ist sehr gut abgedeckt — Geistes- und Sozialwissenschaften schwächer. Für tiefere systematische Reviews ist Elicit oft das geeignetere Tool.
Screenshot

Pro & Contra
- Antworten ausschließlich aus peer-reviewten Papern
- Consensus Meter — wissenschaftlicher Konsens auf einen Blick
- Studien-Snapshots mit Sample Size & Population
- Über 200 Mio. Studien indexiert
- Englische Forschung dominant
- Pro-Modi für tiefe Reviews benötigt
- Geistes-/Sozialwissenschaften schwächer abgedeckt
Anwendungsfälle
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